Kein Palmöl mehr aus Indonesien, neues Enzym zersetzt Plastik in wenigen Tagen und lebende Zäune fürs Klima
seit Wochen leiden die Bewohner Indiens und Pakistans unter extremster Hitze – die Temperaturen stiegen in den vergangenen Tagen auf bis zu 47,5 Grad Celsius. Im indischen Bundesstaat Maharashtra wurden seit Ende März 25 hitzebedingte Todesfälle registriert. Das hat es laut dortigen Behörden seit fünf Jahren nicht mehr gegeben. Auch liegen die Zahlen wahrscheinlich höher, weil Indien nicht zuverlässig alle Toten erfasst. Vor allem die immer geringer werdenden Abstände zwischen den Hitzewellen bereiten Experten Sorge. Bevor der Klimawandel sich bemerkbar machte, erlebten die Menschen in der Region ein solches Wetterereignis etwa einmal in 50 Jahren. Inzwischen kommt es etwa alle vier Jahre vor, wie unter anderem der Bayerische Rundfunk berichtet. Die Umweltschützerin Sunita Narain leitet in Delhi das Centre for Science and Environment, eine Agentur für ökologisches Unternehmensrating. Mit Zeit Online hat sie über die Energiekrise und über die Ungerechtigkeiten in der internationalen Klimapolitik gesprochen. In Bezug auf Indiens Abhängigkeit von Kohlestrom sagt sie: „Aus Europa kriege ich immer wieder denselben Vorwurf zu hören, immer geht es um unsere Kohle. Wir sollen jetzt ein Problem lösen, das nicht wir verursacht haben, sondern die Weltgemeinschaft, vor allem der Westen. Aber was tut der Westen denn selbst? Deutschland will jetzt Gasterminals bauen. Die EU hat Gas erst vor Kurzem zu sauberer Energie erklärt.“ Mit diesem Lesetipp starten wir in den Dienstag – und natürlich mit unserer Presseschau. Angenehme Lektüre!
